SynTrac begrüßt erneut Schülerinnen und Schüler zum Workshop „Wunderwelt der Tropfen“
Nach dem Erfolg der letztjährigen Outreach-Aktivität veranstaltete SynTrac im Februar 2026 erneut das Event „Wunderwelt der Tropfen“ im Rahmen der Try Science Initiative an der Universität Stuttgart. Bereits zum zweiten Mal in Folge begrüßte das Institut für Thermodynamik der Luft-und Raumfahrt der Universität Stuttgart 11 motivierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen und bot ihnen spannende Einblicke in die wissenschaftlichen Grundlagen nachhaltiger Luftfahrttechnologien.
Die Veranstaltung begann mit einer Einführung in die Forschungsfragen und die Ziele von SynTrac. Die Teilnehmenden erfuhren, wie das Projekt komplexe ingenieurwissenschaftliche Herausforderungen adressiert, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung umweltfreundlicherer Luftfahrtkonzepte zur Reduzierung der ökologischen Auswirkungen des Flugverkehrs.
Der wissenschaftliche Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung lag erneut auf der Tropfendynamik, einem Forschungsbereich der Research Area C in SynTrac. David Gösele aus dem Teilprojekt C02 stellte experimentelle und numerische Methoden zur Untersuchung des Tropfenverhaltens vor.
Das Verständnis der Tropfendynamik ist entscheidend für die Analyse von Kondensationsprozessen in Flugtriebwerken sowie für den Transport von überschüssigem Wasser in Abgasströmen. Innerhalb von SynTrac spielt die Reduktion von überschüssigem Wasser eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Bildung von Kondensstreifen. Neben CO₂-Emissionen tragen Kondensstreifen (Eiswolken, die aus Flugzeugabgasen entstehen) erheblich zur Klimawirkung des Luftverkehrs bei.
In den Teilprojekten B04 und C02 untersuchen Forschende innovative Ansätze wie die Optimierung der Abgasnachbehandlung und die Rückgewinnung von Wasser mithilfe poröser Medien, um die Bildung von Kondensstreifen direkt an ihrer Quelle zu reduzieren.
Wie bereits im Vorjahr erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einer Führung durch die Labore Einblicke in die verschiedenen Versuchseinrichtungen. Gespräche mit Promovierenden und Studierenden boten zudem wertvolle Einblicke in das Studium, akademische Karrierewege, den Forschungsalltag sowie die gesellschaftliche Relevanz ingenieurwissenschaftlicher Forschung.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war erneut die Möglichkeit für die Teilnehmenden, eigene Tropfenexperimente durchzuführen. So konnten sie theoretisches Wissen praktisch anwenden und naturwissenschaftliche Phänomene durch eigenes Ausprobieren entdecken. In diesem Jahr wurde der praktische Teil weiter ausgebaut: Neue, anschauliche Experimente, darunter ein schwebender Tropfenversuch sowie der Einsatz von Thermografie als Forschungsmethode, ermöglichten zusätzliche spannende Zugänge zur Welt der Wissenschaft.

Fotos: SynTrac

