Höchste Anerkennung für Prof. Dr.-Ing. Rolf Radespiel: Verleihung des Ludwig-Prandtl-Rings

Im Rahmen des DLRK 2026 in Aachen wurde Prof. Dr.-Ing. Rolf Radespiel, Mitglied des SynTrac-Teams, mit dem Ludwig-Prandtl-Ring ausgezeichnet. Diese von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) verliehene Ehrung ist die höchste Auszeichnung in den Flugwissenschaften. Sie wird einmal jährlich an eine Persönlichkeit vergeben, die durch herausragende eigene Arbeiten in allen Disziplinen der Luft- und Raumfahrt maßgeblich zur Weiterentwicklung des Fachgebiets beigetragen hat.

Roland Gerhards, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, überreichte Rolf Radespiel den Ludwig-Prandtl-Ring, während Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Dekan der Fakultät für Maschinenbau an der RWTH Aachen, in seiner Laudatio die herausragenden Beiträge von Rolf Radespiel auf seinem Fachgebiet hervorhob.

Foto: DGLR/Andreas Steindl

Die Geschichte des Preises reicht bis ins Jahr 1956 zurück, als er von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt (WGL) zu Ehren des Pioniers Ludwig Prandtl gestiftet wurde. Der Ring ist dabei mehr als eine bloße Auszeichnung; seine Symbolik verbindet Tradition mit wissenschaftlichem Geist. Der eingearbeitete Bergkristall steht sinnbildlich für die Höhe und die Luft, während der darauf abgebildete Adler, basierend auf einer antiken Adlerfibel aus der Völkerwanderungszeit, als eines der frühesten Symbole des Fluges gilt und für Freiheit und Geist steht.

Die Auszeichnung würdigt Prof. Radespiels wegweisende Beiträge in den Forschungsgebieten aerodynamischen Entwurf und Optimierung, Hochauftrieb, Widerstandsreduktion, Strömungskontrolle sowie Modellbildung für die Simulation von turbulenten und transitionellen Strömungen. Durch seine langjährige Forschung als Abteilungsleiter am DLR, die Führung des Instituts für Strömungsmechanik an der TU Braunschweig und sein Engagement in Forschungverbünden zur Luft- und Raumfahrttechnik sowie Exzellenzclustern wie SE²A hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Effizienz und Nachhaltigkeit des Flugverkehrs zu steigern und die Umweltauswirkungen durch optimierte Flugzeugkonzepte drastisch zu reduzieren.

In SynTrac leitet Prof Radespiel das Teilprojekt A02, das eine umfassende Bewertungsmethode und die entsprechenden praktischen Werkzeuge zu SynTrac beiträgt, die die Berechnung von Strömungsverlusten bei Flugzeugen und mögliche Energieeinsparungen durch die Integration von Antrieben ermöglichen.

Mit der Verleihung des Ludwig-Prandtl-Ring reiht sich Prof. Radespiel in eine exklusive Liste internationaler Spitzenwissenschaftler ein, darunter Persönlichkeiten wie Theodor von Kármán, einer der bedeutendsten Pioniere der modernen Aerodynamik, der 1956 den ersten Ring erhielt. Die Auszeichnung unterstreicht die wissenschaftliche Exzellenz innerhalb des SynTrac-Projekts und die internationale Strahlkraft unserer Forschung.

Wir gratulieren unserem SynTrac Kollegen herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung und der damit verbundenen Würdigung seines lebenslangen Wirkens für die Luft- und Raumfahrtforschung.

Foto: DGLR/Andreas Steindl

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