SynTrac stärkt internationale Zusammenarbeit in der aerodynamischen Analyse
Im Rahmen des SynTrac-Projekts A02 „Simulation von Flugzeugströmungsverlusten“ besuchte Myles Zabel Anfang April 2026 die ISAE-SUPAERO in Toulouse, Frankreich, um am Kurs „Analyse aérodynamique basée sur l’exergie“ (Exergiebasierte aerodynamische Analyse) teilzunehmen, der von Miguel Aguirre geleitet wurde. Die Veranstaltung fand im Rahmen der ISAE Mobility Week statt und brachte Studierende verschiedener Einrichtungen der ISAE-Gruppe zusammen, um moderne Ansätze zur Bewertung aerodynamischer Leistungsfähigkeit kennenzulernen.
Ein zentraler Schwerpunkt des Kurses lag auf der Anwendung exergiebasierter Methoden in der Aerodynamik. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die theoretischen Grundlagen dieser Verfahren und konnten ihr Wissen anschließend praktisch mit dem Open-Source-Post-Processing Tool EPSILON anwenden. Durch die Kombination aus Vorlesungen, praktischen Übungen und fachlichem Austausch bot der Kurs eine hervorragende Gelegenheit, innovative Methoden zur Bewertung aerodynamischer Verluste und zur Analyse der Flugzeugeffizienz vertieft kennenzulernen.
Während seines Aufenthalts hatte Myles Zabel die Gelegenheit, das Forschungsprogramm von SynTrac vorzustellen und präsentierte die Ziele des Projekts A02 den teilnehmenden Studierenden und Forschenden. Im Mittelpunkt standen die Arbeiten von SynTrac zum Verständnis und zur Simulation von Strömungsverlusten an Flugzeugen, ein wichtiger Baustein für die Entwicklung hochintegrierter und energieeffizienter Flugzeugkonzepte für die nachhaltige Luftfahrt der Zukunft. Die Präsentation führte zu einem wertvollen wissenschaftlichen Austausch und bot Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen sowie neue Forschungsansätze in der aerodynamischen Analyse zu diskutieren.
Der Besuch stärkte zugleich die bestehende Zusammenarbeit zwischen SynTrac und der Forschungsgruppe von Prof. Sébastien Duplaa an der ISAE-SUPAERO. Diese Kooperation leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Methoden für die Analyse komplexer Flugzeugkonfigurationen. Innerhalb von SynTrac wird das Werkzeug EPSILON künftig eine bedeutende Rolle bei der Bewertung hochintegrierter Flugzeugkonzepte spielen. Gleichzeitig wird Projekt A02 aktiv zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Software beitragen.

Foto: SynTrac
Internationale Forschungsaufenthalte wie dieser sind ein wichtiger Bestandteil der SynTrac-Strategie. Sie fördern den wissenschaftlichen Austausch, den Wissenstransfer sowie die Entwicklung innovativer Methoden und Werkzeuge. Durch die Zusammenarbeit von Forschenden unterschiedlicher Institutionen und Fachrichtungen tragen sie dazu bei, das Verständnis aerodynamischer Phänomene zu vertiefen und die Entwicklung effizienterer Flugzeuge voranzutreiben.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit hat zudem zur Gewinnung von Nachwuchswissenschaftlern beigetragen: Zwei Studierende aus dem Umfeld von ISAE-SUPAERO absolvieren inzwischen Praktika bei SynTrac-Partnern am DLR und an der Universität Stuttgart. Dies unterstreicht den Mehrwert des internationalen Austauschs für Forschung und Nachwuchsförderung gleichermaßen.
SynTrac freut sich darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ISAE-SUPAERO fortzusetzen und weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten im Bereich der aerodynamischen Analyse und nachhaltiger Luftfahrttechnologien zu entwickeln.